Allgemeine Tipps

Der erste Tipp ist schon allein deshalb wertvoll, weil er alle Anwesenden auf einer Event-Baustelle betrifft und für alle Beteiligten nützlich ist. Es geht um den


Lärm beim Zusammenbau und der Zerlegung von Traversen


Das Hämmern der Traversenpins gehört zu den lautesten Arbeitsschritten überhaupt. Wer schon einmal versucht hat, einem Kollegen eine Frage zu stellen oder zu beantworten während in der Nähe ein verbissener Serien-Pinklopfer einen neuen Rekord für die meisten Schläge auf einen einzelnen Pin aufstellt, der weiß wie durchdringend, alles übertönend und unangenehm dieser metallische Lärm ist.


Er lässt sich natürlich nicht gänzlich vermeiden, aber zumindest minimieren:


  • So reicht es zB beim Zusammenbau völlig, den Pin nur soweit hineinzutreiben, dass der Federstecker (Splint) durchgesteckt werden kann - dafür genügen in den allermeisten Fällen ein bis zwei lockere Schläge mit der Seite des Hammerkopfes (mit der man noch dazu viel leichter trifft).


Die Verbindung wird NICHT stabiler, je fester man den Pin hineinklopft! Die beiden Pins sollen nur den Konusverbinder (Ei) an Ort und Stelle halten, dieser ist nämlich das stabilisierende Hauptelement.


  • BEIM ZERLEGEN versucht man, jeden Pin mit einem EINZELNEN, GEZIELTEN und vor allem KRÄFTIGEN Schlag herauszubekommen.


Hier hilft es enorm, wenn man den vorherigen Tipp beherzigt hat!


Trotzdem klappt es nicht immer, klar, aber ich sehe immer wieder Kollegen und Kolleginnen, die gar nicht vorhaben, so wenig Schläge wie möglich auszuführen. Die klopfen einfach mittelfest drauf los und erst nach 4-5 Schlägen beginnt der Pin sich zu bewegen.

Das Ganze mal 4, dann ist erst eine einzige Verbindung offen! Was das bei längeren Strecken und mehreren Leuten bedeutet, kann man sich vorstellen.


Also: kurz konzentrieren und zielen, dann so fest es geht zuschlagen (auf den herausspringenden Pin achten).

LKW laden

Dieser Abschnitt betrifft naturgemäß nur einen kleinen Teil der Crew, nämlich den harten Kern, die Roughnecks, ohne die eine größere Veranstaltung zur undurchführbaren Horrorvorstellung für jeden Techniker und Projektleiter wird.

Das Beladen des/der LKW ist ein Fixbestandteil jedes Events und außerdem sehr beliebt, man sollte sich also rechtzeitig einen Platz in der Ladecrew sichern!

Aber Spaß beiseite, auch wenn LKW laden nun wirklich keine Raketenwissenschaft ist, wird es einerseits häufig dazu gemacht und andererseits gerne gemieden, weil es doch recht schwere Dinge sind und außerdem niemand die Verantwortung übernehmen will wenn man nicht alles unterbekommt.


Grundsätzlich geht es - wenig überraschend - darum,

  • dass nichts zurückbleibt,
  • dass alles sicher verladen ist
  • und dass es möglichst kräfteschonend und verletzungsfrei zugeht.


Daraus ergeben sich schon einige Grundregeln:


  • Unten schwer, oben leicht

"Eh klar!" mag man denken. In der Praxis besteht die Schwierigkeit aber häufig darin, sinnvolle Sachen für "oben" zu finden.

Ideal sind Cases, die relativ groß, aber trotzdem nicht übermäßig schwer sind.


  • Kleinzeug bringt man immer unter, also sollte man Abstand davon nehmen, von Anfang an damit Lücken aufzufüllen, in die eigentlich ein größeres Case gepasst hätte.

Im Idealfall stackt man Dinge in den zweiten Stock, die sonst Bodengrundfläche beansprucht hätten (leichte Standard zB)


Stichwort "schwer": Eine 100 kg-Kiste hochzupushen ist für 2 Leute ein ziemlicher Brocken, für 4 Leute ist es überhaupt kein Problem.

  • Es müssen immer zumindest 3, besser 4 Personen im LKW bleiben, um zu stapeln. Die beiden vorne achten darauf, dass man die Lücke trifft, der/die hintere/n drücken hoch sobald das Case vorne aufsitzt.

Wichtig: Steht man hinten, greift man das Case an der unteren Kante bzw Ecke. Wenn man nämlich von oben in den Griff greift, hat man am kritischen Punkt (wenn das Case vorne aufsitzt und hochgedrückt werden muss) eine schlechte Armstellung/Körperhaltung!


  • Wenn die Bordwand hochfährt und oben ankommt, wird das Ladegut erst ausgelassen, sobald es oben jemand entgegengenommen hat!

Auf gar keinen Fall lässt man es unbeaufsichtigt in den LKW hineinrollen!


  • Der Ladevorgang funktioniert am besten und schnellsten, wenn nur eine Person die Ansagen macht. Zu viele Meinungen und Vorschläge halten nur unnötig auf.

Auch das andauernde Hineinschreien in den LKW ("Was braucht ihr jetzt?") ist unnötig und führt nur zu Missverständnissen. Vor allem weil man auch selbst schauen kann, was drinsteht. Sind 3 schwere Standard-Cases aufgetippt, wird wohl noch ein viertes benötigt werden.


  • Viel sinnvoller ist es, Sachen für den zweiten Stock herauszusuchen (denn die werden bei jeder Reihe gebraucht) und auf den Ansager zu hören.


  • Die Cases müssen gegen seitliches Umfallen und gegen nach-vorne-kippen (also Richtung Fahrerkabine) gesichert sein.

Nach hinten (Richtung Ladebordwand) kippt nichts, so stark kann der LKW nichteinmal ansatzweise beschleunigen - natürlich spricht aber nichts dagegen, trotzdem einen Gurt/Load-Bar zu setzen, schon alleine um die Leute zu beruhigen, die das nicht wissen.


  • Beim Sattelauflieger mit Plane muss alles, was auf Rädern bleibt, niedergezurrt werden.

Genau genommen müssten auch getippte Cases niedergezurrt werden, denn die Latten auf der Seite sind keine Ersatzwände oder stabile Blockaden, sie verhindern lediglich, dass die Plane flattert.


  • Sollte es wirklich einmal notwendig sein, kann man notfalls auch am Ende einen zweiten Stock herstellen:

Man setzt dazu einen Load-Bar in der entsprechenden Höhe und achtet darauf, dass die oberen Cases daran anliegen, ihn also berühren. Bei einer Notbremsung werden die Cases dann gehalten. Wenn sie nicht anliegen, kippen sie und schlagen gegen den Load-Bar, was die auftretenden Kräfte vervielfacht.



Mobiles Leergut